Joblift beleuchtet die Stellenmarktentwicklung in der Flüchtlingshilfe seit Juni 2015

Hamburg / Berlin, 29. September 2016 – heute veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit die Zahl der registrierten Erwerbslosen im September und verkündete die niedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland seit März 1991. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Monate auf dem Arbeitsmarkt fort. Grund dafür sei die stabile wirtschaftliche Lage in Deutschland, doch auch die hohe Zahl der in den letzten Monaten geschaffenen Stellen in der Verwaltung und Betreuung von Flüchtlingen wird bisweilen aufgeführt. Denn selbst wenn die Integration junger Geflüchteter in den Arbeitsmarkt eine große Herausforderung darstellt, schafft die verstärkte Zuwanderung eine wachsende Nachfrage nach Fach- und Hilfskräften in der Aufnahme und Betreuung der Neuankömmlinge. Um dem nachzugehen, analysierte die Metajobsuchmaschine Joblift alle auf der Plattform veröffentlichten Stellen im Bereich der Flüchtlingshilfe seit Juni 2015. Die wichtigsten Erkenntnisse: In diesem Zeitraum wurden auf joblift.de insgesamt 23.021 Stellen bei einem Wachstum von 283 % ausgeschrieben, wenngleich die Anzahl der befristeten Jobs ebenso um 47 % zunahm.

Rund ein Viertel der Stellen richtet sich an Sozialarbeiter- und -pädagogen

Joblift analysierte die 23.021 Stellen, die im Bereich der Flüchtlingshilfe seit Juni 2015 auf joblift.de ausgeschrieben wurden. Der größte Teil der Ausschreibungen (24 %) wandte sich an Sozialarbeiter und -pädagogen, gefolgt von Erziehern (6 %), Sprachlehrkräften (4 %), Verwaltungsangestellten (4 %) sowie Sicherheitsmitarbeitern und Hilfskräften in Küche und Reinigung (je 3 %). Bayern bot die meisten Stellen zur Betreuung von Geflüchteten (19 %). Nordrhein-Westfalen, das Land, welches die meisten Flüchtlinge aufnahm, schaffte 17 % der Stellen. Baden-Württemberg, Berlin und Hessen folgen mit 12 %, 10 % und 8 % der Vakanzen. Die meisten Jobs haben dabei das Deutsche Rote Kreuz (545 Stellenanzeigen), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (542 Stellen), der AWO Bundesverband (462 Stellen), die Johanniter-Unfall-Hilfe (333 Stellen) sowie der Sozialdienstleister European Homecare (294 Stellen) ausgeschrieben. Letzterer hat sich unter anderem der Betreibung von Flüchtlingsunterkünften verschrieben.

Der beachtliche Anstieg der Jobausschreibungen geht mit einer knapp doppelt so starken Zunahme von befristeten Verträgen einher

Untersucht man die Zahl der Ausschreibungen im Zeitverlauf, so kann man eine deutliche Zunahme bemerken: Wurden im Juni 2015 lediglich 397 Jobs im Bereich der Flüchtlingshilfe auf joblift.de veröffentlicht, so waren es im September diesen Jahres 1.521 Stellen – das macht einen Anstieg von 283 % aus. Eine genauere Betrachtung der Anzeigen zeigt darüber hinaus auf, dass sich parallel zum Zuwachs der offenen Stellen das Verhältnis von befristeten und unbefristeten Arbeitsverhältnissen umgekehrt hat: Während sich im Sommer 2015 rund 61 % eindeutig unbefristete und 19 % befristete Jobangebote identifizieren ließen, handelt es sich ein Jahr später zu 49 % um unbefristete und zu 28 % um befristete Verträge. Die durch die starke Zuwanderung ausgelöste Nachfrage könnte sich also – bedingt durch die Zunahme von Kurzzeitverträgen – lediglich als vorübergehender „Boom“ auf dem Arbeitsmarkt entpuppen. Auf der anderen Seite scheint der wachsende Stellenmarkt in der Flüchtlingshilfe auch mehr Lehr- und Ausbildungsplätze hervorzubringen. Vor einem Jahr beliefen sich diese auf nur rund 2 % der untersuchten Stellen, heute hingegen auf 10 %.

Über Joblift

Joblift ist eine Metasuchmaschine für aktuell mehr als 1.000.000 Jobs aus über 100 Partnerjobbörsen. Eine klarer User-Fokus sowie eine ausgereifte Technologie stehen im Zentrum der Produktentwicklung. Gegründet wurde das Unternehmen 2015 von Lukas Erlebach und Malte Widenka. An den beiden Standorten Hamburg und Berlin beschäftigt Joblift zurzeit ein Team von rund 30 Mitarbeitern.

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